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von by Dieter Gosewinkel Original auf Original in Deutsch , angezeigt auf displayed in Le Superga 2750plus Rbrpyramidu White 6jh7XbxYT
Published Erschienen : 2010-12-03

"Zivilgesellschaft" hat als Begriff und Konzept seit 1989 in der deutschen und europäischen Geschichtswissenschaft einen starken Aufschwung erfahren. Einer kombinierten Definition handlungs- bzw. bereichsbezogener Kriterien zufolge ist Zivilgesellschaft ein Bereich des Handelns zwischen Privatsphäre, Wirtschaft und Staat, in dem ein normativer Minimalkonsens existiert, der in Toleranz, Fairness und Gewaltlosigkeit besteht. Kritik richtet sich gegen den normativen Gehalt des Konzepts, die angeblich mangelnde Beachtung von Fragen der Religion und der Geschlechterdiskriminierung sowie die Behandlung von Staat und Wirtschaft als eines bloßen Gegenparts der Zivilgesellschaft. Als Leitkonzept empirischer Forschung hingegen hat Zivilgesellschaft die historische Erforschung von Leistung und Grenzen des Assoziationswesens sowie den historischen Gesellschaftsvergleich über die Grenzen Westeuropas hinaus vorangebracht.

Entwicklung eines Forschungsthemas

An der Wende zu den 1990er Jahren begann in Deutschland wie auch in anderen europäischen Ländern ein neuer Topos in die geschichtswissenschaftliche Debatte vorzudringen: Zivilgesellschaft. Die Aufhebung der politischen Teilung Europas 1989 führte ehemals oppositionelle Diskurse zur Zivilgesellschaft im östlichen Teil mit neuen Ansätzen politisch-theoretischer Grundsatzdiskussion in Westeuropa zusammen und eröffnete ein neues Feld des politischen und wissenschaftlichen Diskurses. Seit dem Ende der 1990er Jahre begannen zahlreiche Qualifikationsarbeiten und weitere Veröffentlichungen das Thema in breitem Umfang für die historische Forschung zu erschließen. Auch der Deutsche Historikertag 2002 griff das Thema in einer Sektion auf.

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Das Konzept und Thema Zivilgesellschaft hat damit in der deutschen Geschichtswissenschaft an Ausstrahlung gewonnen, die insbesondere von Berliner Forschungseinrichtungen ausging. Dies verweist auf die Vielschichtigkeit der Gründe und Antriebskräfte, die zumeist neben den innerwissenschaftlichen Faktoren die Etablierung eines neuen Forschungsthemas begünstigen. In Berlin zeigten sich der politische Umbruch des gesamten europäischen Kontinents 1989 und dessen Folgen für die Umgestaltung der Wissenschaft, ihrer Institutionen und Themen besonders deutlich. Das Bewusstsein, in der Mitte Europas das Ende einer geographischen Spaltung des Kontinents zu erleben, die seit 1917 zugleich eine zutiefst politisch-ideologische gewesen war, verstärkte das Bedürfnis nach einem neuen wissenschaftlichen Konzept, das auch in sprachlicher Hinsicht durch eine Wortneuschöpfung den Umbruch und Epochenwechsel zu erfassen vermochte. Der Neologismus "Zivilgesellschaft" in der politischen Sprache verweist gerade auf die politischen Ursprünge und Intentionen dieser Neuprägung, die später ihren Weg in die deutsche Wissenschaftssprache nahm. Die Neuschöpfung "Zivilgesellschaft" und die entsprechenden Begriffe in der Sprache der ost- und mitteleuropäischen Opposition bezogen Position gegen das bestehende und verkrustete politische System, für individuelle Freiheit und politische Selbstbestimmung gegen staatliche Unterdrückung und Gängelung. In diesem politischen Kampf, der mit der Besetzung der politischen Semantik durch eine außer- und antistaatliche Bewegung geführt wurde, waren die klassischen Konzepte der westeuropäischen politischen Begrifflichkeit, vor allem das englische "civil society", nicht nur zentraler ideengeschichtlicher und politischer Bezugspunkt, sondern wohl auch Ausgangspunkt eines politischen Ideentransfers für den Kampf um Freiheit.

Wendy
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Da fällt mir noch etwas ein – ein Immobilienkauf fand mit meinem Partner statt. Und ich brachte 2/3 des Kapitals ein. Und im Grundbuch und Kaufvertrag sollte das auch so „abgebildet“ werden. Sprich – ich mit 67 % als Eigentümer eingetragen werden.

Und der Notar schlug mir doch ernsthaft vor, die übliche 50/50 Aufteilung zu nehmen – wir wüßten doch schließlich, was wir gezahlt hätte, das könnten mein Partner und ich doch unter uns ausmachen. Ich habe ihm gegenüber da sehr klare Worte gefunden…..

Solange so etwas (in dem Fall sicher aus Faulheit des Notars, weil dann einfach ein Mustervertrag genommen werden könnte und wirklich nur die Namen ersetzt werden konnten) ernsthaft noch vorgeschlagen wird, ist es mit der Gleichberechtigung und Gleichbehandlung von Frauen und Männern noch nicht weit her.

Antworten
Wendy
26. Juni 2017

Es ist für mich nach wie vor unfaßbar, wie eigentlich intelligente, oft studierte Frauen bei der Frage nach Geld feige werden. Wenn ich – auch in Foren – empfehle, einen Ehevertrag zu machen, bekomme ich oft zu lesen, daß das ja wohl die falsche Einstellung zu Ehe ist, daß das unromantisch ist, daß man nicht weiß wie man das zur Sprache bringen soll. Und überhaupt – das klingt so gierig. Als ob eine Ehevertrag etwas unanständiges wäre.

Ich sage nur immer – wenn man mit dem geliebten Partner in „guten Zeiten“ schon nicht über Geld reden kann – dann ist ja wohl klar, daß in „schlechten Zeiten“ erst recht nicht drüber gesprochen wird. Und wenn die Ehe den Bach runter ist, braucht man wohl kaum erwarten, daß freiwillig finanzielle Zugeständnisse kommen.

Die Ehe meiner Eltern war nicht soll. Und in mir war – möglicherweise auch deshalb – schon als Teenager fest verankert: Ich will einen Beruf lernen, von dem ich selbst leben kann. Sehr pragmatisch. Und entgegen der Empfehlungen von Lehrern und sogar des Arbeitsamtes (das hieß noch so) habe ich mich gegen einen kreativen Beruf (mir ist heute noch nicht klar, warum ich einen kreativen Beruf ergreifen sollte – ich selbst halte mich für völlig unkreativ – vielleicht weil Frauen eher in solche Berufe geschoben werden?) für einen kaufmännischen Beruf entschieden – und während der Ausbildung auch noch festgestellt, daß das völlig meinen Neigungen entspricht. Ich mag den Zahlenkram. Abrechnungen. Sehen, was am Ende Gewinn ist.

Und deswegen habe ich auch immer mein Geld selbst verwaltet. Und in Beziehungen auch das Geld meines Partners. Aber es ist mir nicht nur einmal auch bei Banken passiert, daß bei gemeinsamen Terminen nur der Mann angesprochen wurde und ich nur als Anhängsel wahrgenommen wurde. Bis der (mein) Mann klar gemacht hat, daß die Verhandlungen durch mich geführt werden.

Wen ich an dieser Stelle positiv hervorheben muß, ist mein Darlehenssachbearbeiter bei meiner „Hausbank“. Der hat schon das Darlehen für meine erste Wohnung bearbeitet. Da war ich Anfang 20. Und der hat mich immer ernst genommen als kompetente Kundin. Der Mann machte Karriere – blieb aber „für mich zuständig“ bis mein letztes Darlehen bezahlt war – wir hatten noch ein paar Finanzierungen gemeinsam und ich habe mit ihm bei Darlehen um Zinsprozente gefeilscht wie auf dem Basar. Einmal bat er im Vorfeld, einen Auszubildenden bei den Verhandlungen dabei haben zu dürfen – weil ich eine der wenigen Kundinnen wäre, die bei sowas auf Kundenseite das Heft in der Hand hält, ich kam immer mit Exceltabellen an… – und der (männliche) Azubi guckte auch wie ein UFO. Und das Ende der 90er Jahre….. der hatte das noch nie erlebt!

Antworten
Gina Haschke
25. Juni 2017

Hallo Natascha, ein toller und sehr wertvoller Beitrag und Aufruf. Ein Thema, auf das man nicht zu wenig, aufmerksam machen kann. Auch ich habe in meiner Praxis (ich bin systemische Beraterin/Therapeutin) immer wieder mit diesem Thema zu tun. Allerdings betrifft es verstärkt Frauen, die das alte traditionelle Familienmodell gelebt haben, weil sie selbst dies in ihrer Herkunftsfamilie kennen- und auch zu schätzen gelernt haben. Das bedeutet, oft wurde die eigene Berufstätigkeit mit der Geburt des ersten Kindes aufgegeben, man hielt dem Mann den Rücken für die Karriere frei, kümmerte sich um den Nachwuchs, Haus etc. Oft werden diese Frau erst wieder eingeschränkt berufstätig, wenn der Nachwuchs aus dem Gröbsten heraus ist und dann meistens nur auf Mini-Job-Basis. (keine Sozialabgaben, keine Rentenbeiträge). Wenn es dann zu einer Scheidung kommt, oft wenn der Nachwuchs das Haus verlässt, kommt es zum bösen Erwachen. Das neue Scheidungsgesetz (2008) verlangt nämlich von allen Frauen, dass sie für ihren eigenen Lebensunterhalt selbst verantwortlich sind und sorgen müssen. In der Regel nach meiner Erfahrung, möchten das auch viele Frauen… nur ist die Umsetzung unheimlich schwer. Hier liegt meines Erachtens eine Gesetzeslücke vor. Es hätte für jene Generation der Langzeitverheirateten eine Übergangs- und Sonderregelung geben müssen. Denn das traditionelle Familienmodell war lange Zeit keine Seltenheit. Und das Hausfrauen- und Mutterdasein wird in unserer Gesellschaft nicht wirklich anerkannt. Fakt ist aber: auch jene Frauen haben etwas geleistet und für unsere Gesellschaft getan. Jene Frauen, die oft ab Mitte 40 oder älter wieder auf den Arbeitsmarkt zurückkehren, fehlt es nicht nur an Selbstvertrauen, sondern auch an finanziellen Mitteln für die Fort- und Weiterbildung, an aktuellen Kenntnissen, an Kontakten etc. – sie gelten allgemein als schwer „vermittelbar“. Diese Frauen stehen nicht nur vor einem riesigen Trümmerhaufen sondern sind gezwungen oft noch einmal bei NULL anzufangen, mit dem Wissen, dass sie die Lücken niemals wieder aufholen und schließen können. Selbst wenn ihnen der Wiedereinstieg gelingt, werden sie zu 99% nicht die Gehaltsstufe erreichen, als wenn sie berufstätig geblieben wären. Aber die meisten von ihnen müssen nicht nur sich sondern damit auch den Nachwuchs, wenn er noch daheim wohnt, finanzieren. Die Unterhaltszahlungen, wenn sie denn überhaupt regelmässig erfolgen, reichen hier meistens nicht aus. Es folgt also ein (Über-) Leben am Limit, abgesehen davon, dass man sich die zweite Lebenshälfte anders vorgestellt hat. Die jüngeren Frauen bleiben oft nicht nur aus eigenem Interesse berufstätig, sondern müssen es oft, um den Lebensstandard halten zu können. In der Regel kann heute kaum ein Mann allein das Familieneinkommen erwirtschaften. Und das ist von der Politik auch so gewollt. In Zeitschriften und sonstigen Medien werden die Frauen sogar vor der Teilzeitfalle gewarnt und so sind viele hin- und hergerissen. Ich habe auch junge Frauen in meiner Praxis, die unglücklich sind, weil sie die Entwicklung ihrer Kinder kaum mitbekommen und begleiten können. Und die Weichen für eine Bindung und gesunde Entwicklung werden in den ersten Lebensjahren gestellt. Es müssen bei uns andere Rahmenbedingungen geschaffen werden. Es muss noch viel mehr und verstärkt an der guten Vereinbarkeit von Familie (Kinder) und Beruf gearbeitet werden. Generell würde ich heute jeder Frau zu einem Ehevertrag raten, der genau den Ausgleich für diese Zeiten regelt. Mündliche Vereinbarungen sind nichts wert und im Falle einer Scheidung will man sich meistens auch nicht mehr daran erinnern und/oder beruft sich auf die derzeitigen Gesetze. („Ich zahle nur das, was ich gesetzlich muss!“). Auch rate ich dazu, sich immer ein eigenes Sparbuch (Notreserve) anzulegen bzw. nicht sein gesamtes Vermögen in den ehelichen Topf (auch nicht bei der Anschaffung einer Immobilie etc.) zu werfen. Neben der mangelnden Kommunikation zwischen den Partnern sind Geld und Sex die Hauptthemen, warum Paare eine Beratung aufsuchen. Auch haben viele Paare/Familien kein Testament. Sollte dann dem Haupternährer und eventl. Allein-Kontoinhaber etwas passieren, wird das Konto erst einmal gesperrt. Und die Öffnung kann sich hinziehen. Auch hier habe ich schon viele Dramen miterlebt.

Generell gibt es keine Sicherheiten. Die Ehe hat schon seit längerer Zeit ausgesorgt. So wie der Mensch für sein körperliches und psychisches Wohlbefinden allein verantwortlich ist, ist er oder sie es auch für das finanzielle. Was daraus in Zukunft resultieren wird, unterliegt nur Spekulationen. Wir werden es erleben. Herzliche Grüße – Gina Haschke

Antworten
Angela
25. Juni 2017

Hallo Natascha,

oh Mann ja, ich kann dir so was von Zustimmen! Ich erlebe es jeden Tag, wie finanziell abhängig viel Frauen sind. Häufig ist das eigene Einkommen durch Mutterschaft und Erziehungszeiten eher eine nettes Taschengeld. In vielen Familien mit dem Mann als Hauptverdiener, mutieren diese Frauen zu Lakaien, die sich nur noch um Haus und Hof zu kümmern haben. Das Recht auf Weiterbildung: Fehlanzeige – kein Geld da. Der Wunsch die gemeinsamen Finanzen auf gesündere Beine zustellen: nieder geschmettert – mit Totschlagargumenten wie diesem „willst du etwa auf den jährlichen Urlaub verzichten?“ Ein kleineres Auto? Kommt nich in Frage, das entspricht doch nicht unserem Status…Eine Berufsunfähigkeitsversicherung um die Leistungen als Mutter und Hausfrau abzudecken? Brauchst du doch nicht…..

Ich könnte noch unzählige solcher Beispiele nennen. Leider. Was mir auffällt: je länger diese Abhängigkeit dauert, desto schwieriger der Ausstieg! Dabei sollte frau meinen, dass das der Druck entsprechend hoch ist und rasches Handeln notwendig.

Aber die Frauen stumpfen ab. Das Selbstbewusstsein leidet, weil sie nicht „durchkommen“ mit ihren Wünschen und Nöten. Ihrem Bedürfnis, sich aus der Misere zu befreien.

Der Fehler liegt darin: dass sie versuchen die Männer für das Problem verantwortlich zu machen. Die wehren sich natürlich mit Händen und Füßen gegen diesen Vorwurf. Damit nötigen Sie die Frau selbst für sich Verantwortung zu übernehmen, wie du auch schriebst.

Ich kann allen Frauen nur raten: FANGT AN! Und wenn es nur kleine Dinge sind wie etwa ein eigenes Konto oder den Handyvertrag wieder zurück auf den eigenen Namen zu holen. Wenn ihr das schafft, dann schafft ihr auch die größeren Dinge!

Viel Erfolg dabei! Angela

Antworten
Ex-Studentin
24. Juni 2017

Ein wichtiger Artikel. Mit der Abhängigkeit ist keinem geholfen. Einer muss um Geld bitten, der andere fühlt sich vielleicht irgendwann ausgenutzt. Trennt man sich oder wird der Hauptverdiener krank, steht man vor einem Scherbenhaufen.

Dass du die prozentuale Aufteilung der gemeinsamen Kosten empfiehlst, ist interessant. Eigentlich bin ich ein Fan von 50:50, weil man Miete / Essen auch beim Alleinewohnen zahlen müsste und durch das gemeinsame Wohnen immerhin beide Einsparungen haben. Wenn einer mehr zahlt, entsteht wieder eine gewisse Abhängigkeit.

Bei uns ist es nun so, dass wir die Miete prozentual aufteilen und alles andere 50:50.

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